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The End Of Oak Street

Film-Rezension von einem Sci-Fi/ Action Film

von Druidenprinzessin

The End of Oak Street ist ein US-amerikanischer Sci-Fi-/Abenteuer-Spielfilm von Regisseur und Drehbuchautor David Robert Mitchell mit Anne Hathaway, Ewan McGregor, Christian Convery und Maisy Stella in den Hauptrollen (richtig cooler Cast, wenn man mich fragt).

Es geht um eine vierköpfige Familie, bestehend aus Mama Denise, Papa Greg, Tochter Audrey und Sohn Brian, die zusammen mit ihrem Hund Starbuck in der Oak Street leben. Der ganze Film spielt im Sommer 1982. Eines Nachts um 11:15 Uhr schlägt ein Blitz in der Nachbarschaft ein. Dieser Blitz fungiert als eine Art Portal. Beziehungsweise: Dort, wo ein Blitz einschlägt, entsteht ein Portal in eine andere Zeit, nämlich ganz weit in die Vergangenheit, um genauer zu sein in die Zeit, in der es noch Dinosaurier gab. Plötzlich ist also die gesamte Nachbarschaft mitten in einer Landschaft voller Dinos. Große Dinos, kleine Dinos, Flugsaurier, Wassersaurier. You name it.

Die ganze Familie und zum Teil auch Nachbarn müssen nun Zusammenhalt beweisen, um zu überleben und im besten Falle herauszufinden, wie es überhaupt so weit kommen konnte und wie es zurück in die Gegenwart geht.

Ihr könnt euch denken, dass das gar nicht so einfach wird, besonders weil jeder in der Familie seinen eigenen, zum Teil emotionalen Ballast mit sich trägt.

Meine Meinung: Spoiler free

Das Setting war wirklich wunderschön und sehr detailreich. Wenn ich könnte, würde ich wirklich in jedem Haus leben wollen. Anne Hathaway ist außerdem natürlich eine tolle Schauspielerin, weshalb ihr diese Rolle als Denise keinesfalls schwergefallen ist, und das sieht man ihr auch an. Die Gefühle der anderen Charaktere wurden meiner Meinung nach auch gut dargestellt. Kinder haben Angst, Erwachsene sind überfordert und voller Verzweiflung. Es gibt einen diversen Cast, auch in den Nebenrollen. Also was das angeht, habe ich keinerlei Beschwerden.

Wie es auch nicht anders sein kann, ist keine Familie perfekt und es gibt abgesehen von den Dinosauriern auch intern jede Menge Probleme und Sachen aufzuarbeiten. Die Umsetzung dieser Aufarbeitung ist teilweise auch gelungen.

Die Storyline hat wirklich großes Potenzial und die Geschichte findet auch ein harmonisches Ende, mit dem man gut leben kann.

Allerdings waren die Handlungen doch ein wenig vorhersehbar und auch das Ende konnte man ab der Hälfte des Films irgendwie erahnen. Was den Film jetzt nicht unbedingt schlechter macht, aber es nimmt halt ein wenig die Spannung.

Es gibt außerdem einige Szenen, die nicht unbedingt Sinn ergeben und die ich ein bisschen unnötig für die Hauptstoryline fand. Sie wurden zum Teil nur kurz aufgerissen oder behandelt und lenken nur vom Hauptthema ab. Man könnte jetzt natürlich sagen, dass die Ablenkung dazu dient, dann den Fokus auf die Dinos zu verstärken, aber so habe ich das Ganze leider nicht empfunden.

Was die Dinosaurier angeht, muss ich sagen, habe ich keine Kritik. Realistisch umgesetzt und genug Szenen aufgebaut, um jetzt nach dem Film eine kleine Abneigung gegenüber fleischfressenden Dinosauriern zu empfinden. Einige nicht fliegende Dinos hatten sogar deutlich erkennbare Federn, was ich ziemlich accurate fand. Dinosaurier und Hühner sollen ja nahe Verwandte sein. Also an den Details hat es wirklich nicht gefehlt.

Mein persönliches Highlight aus dem Film war allerdings der Familienhund, der zusammen mit dem wundervollen 80er-Jahre-Setting den Film schlussendlich gecarried hat.

Im Großen und Ganzen ein gelungener Film, der sich hervorragend für einen Herbst-Netflix-Abend eignet. Ins Kino laufen und den auf der Leinwand sehen, muss man aber nicht unbedingt.

AB HIER BEGINNEN SPOILER

Okay, Familiendrama Deluxe: Der Vater ist Alkoholiker und arbeitslos, die Mutter unglücklich und möchte die Familie verlassen, die Tochter will studieren, aber es gibt kein Geld und für die maximale Portion an Traurigkeit gibt es den kleinen Jungen, der einfach vergessen wird. Super Dynamik hust hust. Und wenn ich ehrlich bin, nicht die kreativsten Probleme für eine Familie. Ich denke trotzdem, dass sie noch realistische Probleme einer Familie darstellen. Es wird auch nichts ins absurde Extreme gezogen.

Wenn ich ehrlich bin, empfand ich den Film als ein bisschen zu lang für die amount of Handlung. Die alten Barbie-Filme haben auf 50 Minuten schon mehr Handlung gebracht als der Film jetzt.

Vielleicht hat es sich aber auch einfach wegen der vielen Charaktere gezogen, die nicht unbedingt relevant für das Hauptgeschehen waren, aber trotzdem so viel Zeit beansprucht haben. Jeanettes Charakter fand ich beispielsweise unnötig, ebenso der Nachbarsjunge und sein Bruder, der ständig Beef wollte? Ey, ihr kämpft gegen Dinos hier. Ich glaube, es gibt Wichtigeres, als ein Nachbarskind zu mobben?!

Außerdem: Was passiert mit Brians Freunden? Er hatte eine Freundesgruppe in der Nachbarschaft, die ja auch mit der Zeit gereist sein muss, aber sobald die Dinos dann da sind, verschwinden sie einfach?

Ich habe ab so drei Vierteln des Films dann sogar kurz gezweifelt, ob es ein Happy End geben wird. Aber als der Vater dann sein Bein verloren hat und zerfleischt wurde, wusste ich, dass es sicher ein happy ending gibt.

Dass die Blase dann als Portal zurück dient, aber immer mal wieder ihren Platz ändert und dann einfach irgendwo in der Nachbarschaft wieder spawnt, ja okay, smart gemacht. Auch das mit der parallelen Welt bzw. Welt im Loop fand ich ganz cool.

Als Denise dann die Telefonzelle findet und jedem Bescheid gibt, die Nachbarschaft zu verlassen, bin ich, ehrlich gesagt, ziemlich sicher, dass ich diesen gemeinen Nachbarn nicht angerufen hätte. Ich meine, der hatte was gegen Starbuck und dieser Hund war wirklich mit unter anderem das Beste an diesem Film. Wäre der Hund gestorben, dann wäre meine Review auch ganz anders ausgefallen. So viel steht fest.

Ich habe nach dem Film auch noch spekuliert, ob Jeanette und Audrey vielleicht am Ende sogar ein bisschen verliebt wirken. Eine Auflösung dazu gab es aber nicht offiziell am Ende.

Eine Sache, die ich tatsächlich etwas unrealistisch finde, aber so auch vorhergesehen habe, ist, dass sich am Ende die ganze Familie versöhnt. Also gut, man kann sich ja versöhnen, vor allem nach so einem Trauma. Aber irgendwie taten die Eltern vor allem auch so, als wäre alles wieder gut, als wäre der Vater nicht immer noch arbeitslos und Alkoholiker. Und irgendwie gibt es plötzlich auch Geld für das Studium, was ich auch nicht so ganz nachvollziehen konnte.

Aber hey, wenigstens ein Happy Eeeeeend, wohooooo!

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